Wissen für Gründer/innen

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Die richtige Vorbereitung zählt

Am Anfang steht eine Idee, dann folgt hoffentlich Ihr Erfolg. Damit das auch so kommt, müssen Sie die richtigen Vorbereitungen treffen. Bringen Sie Ihre Idee zu Papier, das Für und Wider, die Marktchancen. Überlegen Sie, welche Kundinnen und Kunden Sie ansprechen möchten und mit welchen Mitbewerberinnen und Mitbewerbern am Markt Sie rechnen müssen. Klären Sie den Finanzierungsbedarf für den besten Unternehmensstandort, die notwendigen Ressourcen und den Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Spätestens jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Terminvereinbarung mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater gekommen. Sie bzw. er weiß, welche steuerlichen, sozialversicherungsrechtlichen, arbeitsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Agenden auf Sie zukommen. Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob der Schritt in die Selbständigkeit das Richtige ist, dann vereinbaren Sie einen Termin in einer der Landesstellen der KSW für eine kostenlose Erstberatung.

Die gesetzlichen Vorschriften

Die Umsetzung einer Idee, eines Projekts, erfordert meist die Erfüllung einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen. Diesen ist individuell, entsprechend dem künftigen Unternehmenszweck, zu entsprechen. Welche Sie betreffen, weiß Ihre Steuerberaterin bzw. Ihr Steuerberater.

Die häufigsten Behördenwege:

  • Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat: Gewerbeanmeldung bei der Gewerbebehörde
  • Landesgericht: Firmenbucheintragung, falls diese gesetzlich vorgesehen (z.B. Kapitalgesellschaften) ist oder freiwillig gewünscht (z.B. eingetragenes Einzelunternehmen) wird
  • Finanzamt: Meldung der Aufnahme der Tätigkeit
  • Sozialversicherung: Meldung an die zuständige Sozialversicherung, falls Pflichtversicherung eintritt oder eine freiwillige Versicherung gewünscht ist (ansonsten Antrag auf Ausnahme aus der Pflichtversicherung)
  • Gebietskrankenkasse: Die Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss vor Arbeitsantritt der Gebietskrankenkasse gemeldet werden. Ihre Steuerberaterin bzw. Ihr Steuerberater erledigt dies gerne für Sie. Kontaktieren Sie sie bzw. ihn bitte rechtzeitig, da bei nicht fristgerechter Anmeldung mit Strafen zu rechnen ist. Ausländische Dienstnehmer/innen müssen über eine Beschäftigungsbewilligung verfügen, wenn sie aus Ländern, deren EU-Beitritt kürzer als 7 Jahre zurückliegt, oder aus Drittländern stammen.

Die geschäftlichen Aufzeichnungspflichten

Vorab muss geklärt sein, ob Sie für Ihre Tätigkeit Umsatzsteuer in Rechnung stellen müssen. Davon hängt unter anderem ab, wie Sie bei der Fakturierung und bei der Führung Ihrer geschäftlichen Aufzeichnungen vorzugehen haben.

Vorsicht: Vorschriften bei Beschäftigung von Dienstnehmer/innen

Arbeitsrecht und Kollektivverträge regeln streng Arbeitszeiten, Öffnungszeiten, Urlaubsansprüche, Entgelthöhe, Reisekosten-Ersatz, diverse Zulagen, Vorschriften zum Schutz der Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer etc.

zum Tipp

Kostenlose Erstberatung

Wer ein Unternehmen gründen oder übernehmen möchte, kann sich an die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer wenden.

zum Tipp

Umsatzsteuer vs. Vorsteuer

Die Umsatzsteuer wird von der Unternehmerin bzw. vom Unternehmer an die Kundinnen und Kunden verrechnet, eingehoben und monatlich bzw. quartalsweise im Wege der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) ans Finanzamt erklärt und abgeführt.

zum Tipp