Wissen für Gründer/innen

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Fast alles ist in der Gewerbeordnung geregelt

Bevor Sie starten, überprüfen Sie, ob Ihre Idee bzw. Ihr Projekt unter das Gewerberecht fällt. Denn ein nicht angemeldetes Gewerbe kann teuer werden. Bevor Sie Ihr Gewerbe anmelden, überprüfen Sie unbedingt auch, ob Sie Förderungen in Anspruch nehmen können bzw. ob Sie sich bei der Anmeldung Gebühren ersparen können (z.B. Auszug aus dem Gewerberegister).

Die Gewerbeordnung unterscheidet:

  • Freie Gewerbe: Kein Befähigungsnachweis erforderlich
  • Reglementierte Gewerbe: Befähigungsnachweis erforderlich, der von der/vom Gewerbeinhaber/in oder von der/vom gewerberechtlichen Geschäftsführer/in zu erbringen ist. Bei fehlender Eigenberechtigung muss ein/e gewerberechtliche/r Geschäftsführer/in im Ausmaß von mindestens 20 Wochenstunden beschäftigt werden.
  • Konzessionierte Gewerbe: Anzahl und Zugang begrenzt

Ausnahmen bestätigen die Regel

Ausgenommen von der Gewerbeordnung (und damit von der Gewerbeanmeldung) sind:

  • Neue Selbständige (z.B. Aufsichtsrat, atypisch stiller Gesellschafter, Autor/in, Vortragende/r, Musiker/in, Nachhilfelehrer/in etc.)
  • Freie Berufe (gesondertes Zulassungsverfahren)
  • Landwirt/in

Standortwahl kann Ausschlussgrund sein

Beachten Sie die in der Gewerbeordnung geregelten Ausschlussgründe für den Erwerb einer Gewerbeberechtigung. Dazu zählen auch erforderliche Betriebsanlagengenehmigungen, sowie Bauauflagen und Anrainer-Rechte. Bevor Sie Ihre endgültige Standortentscheidung treffen, informieren Sie sich. Der beste Standort nützt Ihnen nichts, wenn sie keine Gewerbeberechtigung bzw. Betriebsanlagengenehmigung dafür erhalten.

Kostenlose Erstberatung

Wer ein Unternehmen gründen oder übernehmen möchte, kann sich an die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer wenden.

zum Tipp

Der große Plan zum erfolgreichen Business

Bevor Sie starten, erstellen Sie unbedingt einen Businessplan (auch bei kleineren Gründungsprojekten). Das hilft Ihnen sicher enorm.

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Umsatzsteuer vs. Vorsteuer

Die Umsatzsteuer wird von der Unternehmerin bzw. vom Unternehmer an die Kundinnen und Kunden verrechnet, eingehoben und monatlich bzw. quartalsweise im Wege der Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) ans Finanzamt erklärt und abgeführt.

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